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SZ: Bruno Frick abgewählt – SVP holt auch zweiten Ständeratssitz
Als einziger Kanton stellt Schwyz neu zwei SVP-Ständeräte. In der zweiten Runde hat Peter Föhn den Bisherigen Bruno Frick von der CVP, der der kleinen Kammer 20 Jahre angehört hat, geschlagen. In der ersten Runde war bereits SVP-Mann Alex Kuprecht gewählt worden.
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Peter Föhn, der sich erst für die zweite Runde der Ständeratswahl aufstellen liess, erreichte 15'899 Stimmen. Bruno Frick kam auf 14'833. Auf Platz 3 landete Vincenzo Pedrazzini (FDP) mit 10'478 Stimmen. 1084 Stimmen machte schliesslich die Aussenseiterin Martha Leuthard (»Us em Volk - fürs Volk»). Die Stimmbeteiligung lag bei 43,8 Prozent.
Bereits vor der Wiedernomination Fricks durch die CVP gab es Misstöne. Er sei ein «Sesselkleber», wurde ihm vorgeworfen; zugleich ertönte der Ruf nach einem Generationenwechsel. In der ersten Runde vom 23. Oktober verpasste Frick dann aber das absolute Mehr von 17'961 relativ knapp um 893 Stimmen.
Peter Föhns Wiedereinstieg
Nun witterte die SVP, durch den Verlust des zweiten Schwyzer Nationalratssitzes in ihrer Ehre getroffen, Morgenluft. Umgehend wurde der populäre Peter Föhn, der zuvor als Nationalrat zurückgetreten war, für die zweite Runde vorgeschlagen.
Von ihm perlte der Vorwurf der «Sesselkleberei» ab. Immerhin war Föhn 16 Jahre Nationalrat. Vor den Wahlen hatte er erklärt, er sei glücklich und froh, dass er sich von nun an wieder voll für seine Möbelfabrik engagieren könne. Der Verlust des zweiten Nationalratssitzes der Schwyzer SVP habe ihm keine Ruhe gelassen, begründete er seinen Wiedereinstieg in die nationale Politik.
Zum Verhängnis wurde Frick schliesslich der Ehrgeiz der FDP. Auch sie wollte die Schwäche Fricks ausnützen und einen Ständeratssitz erobern. Sie schickte ihren Kantonalpräsidenten Vincenzo Pedrazzini auch in die zweite Runde. Damit wurden die Stimmen der bürgerlichen Mitte aufgeteilt, wovon die SVP profitierte.
Nur ein Ständerat bei Bundesratswahl
Bei der Bundesratswahl vom 14. Dezember allerdings wird nur ein Schwyzer Ständerat dabei sein: der in der ersten Runde gewählte Alex Kuprecht. Die Erwahrung (Bestätigung) des Resultates der zweiten Runde kann nicht mehr rechtzeitig vorher vorgenommen werden.
Und bereits liegt denn auch eine Beschwerde gegen die Wahl vor. Toni Reichmuth von den Grünen - er war Ständeratskandidat der ersten Runde – beantragt darin die Ungültigkeitserklärung der Ständeratskandidatur von Peter Föhn aus formalrechtlichen Gründen.
Als Begründung gibt Reichmuth an, Föhn habe die 50 beglaubigten Unterschriften, die für eine Kandidatur nötig gewesen wären, nicht innerhalb der nötigen Frist realisieren können. Die Staatskanzlei habe davon Kenntnis gehabt und die Kandidatur trotz fehlender Beglaubigung der Unterschriften abgesegnet.
(sda/schj/buet)
