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Wahlbeteiligung Nationalratswahlen (1919-2011)
Quelle: bfs
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News national
Wahlbeteiligung leicht höher als 2007
Die Wahlbeteiligung bei den Nationalratswahlen liegt mit 49, 1 Prozent leicht über dem Wert von 2007. Vor vier Jahren gingen 48,3 Prozent der Wahlberechtigten an die Urne.
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In den kleinen Majorzkantonen, wo nur ein Sitz zu vergeben ist, reichte die Wahlbeteiligung von 37 Prozent in Appenzell Innerrhoden bis über 64 Prozent in Obwalden.
Tiefe Beteiligung in der Westschweiz
Auch in den Proporzkantonen mit mehr als einem Sitz im Nationalrat war die Entwicklung unterschiedlich. Die tiefsten Beteiligungen (unter 44 Prozent) waren in Genf, Neuenburg und der Waadt zu verzeichnen. An der Spitze mit über 60 Prozent liegt Schaffhausen. Dort besteht Stimmzwang.
Die Beteiligung an den Nationalratswahlen, die 1919 (bei Einführung des Proporzwahlrechts) bei 80,4 Prozent gelegen hatte, war 1979 unter 50 Prozent gefallen. 1992 erreichte sie den bisherigen Tiefstand von 42,2 Prozent. Danach erholte sie sich kontinuierlich auf über 48 Prozent.
Im erwarteten Bereich
Die Wahlbeteiligung sei in den einzelnen Kantonen sehr unterschiedlich gewesen, sagte Politikwissenschaftler Claude Longchamp in der Wahlsendung von SF. «In einigen Kantonen gingen bis zu 60 Prozent der Bevölkerung an die Urne, in den Nachbarkantonen waren es dann bis zu 5 Prozent weniger.»
Dennoch liege die Wahlbeteiligung im erwarteten Bereich. Da es keine starke Polarisierung zwischen Links und Rechts gegeben habe, habe es auch keinen Anstieg bei der Beteiligung gegeben, urteil Longchamp. Doch der Wähleranteil sei auch nicht zurück gegangen.
Gerade polarisierende Parteien wie SVP oder Grüne hätten deshalb auch verloren. Diese hätten jeweils von der starken Polarisierung profitiert. Doch der spektakuläre Anstieg der neuen Parteien habe auch für einen Aufschwung bei der Wählerschaft gesorgt, so Longchamp.
GLP Konkurrenz für beide Seiten
Die Verluste der SVP seien leicht zu erklären. Die BDP – die alle bürgerlichen Parteien, also auch die FDP oder die CVP konkurriere – habe der SVP diese rund 2 Prozent weggeschnappt. Bei FDP und CVP sei die Hälfte der Verluste dadurch erklärbar.
Die andere Hälfte der Verluste dieser alten Mitteparteien ging auf das Konto der Grünliberalen, sagt Longchamp. Diese konkurriere nicht nur die Bürgerlichen, sondern auch die SP oder die Grünen.
(sf/sda/red)
