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Viele bekannte Köpfe nicht mehr im Nationalrat

Sonntag, 23. Oktober 2011, 23:48 Uhr

Durch die Gewinne von Grünliberalen und BDP oder durch Kollegen aus der eigenen Partei sind etliche profilierte Köpfe aus dem Nationalrat verdrängt worden. Im Tessin musste FDP-Präsident Fulvio Pelli lange um seine Wiederwahl bangen.

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In Luzern sprang CVP-Politiker Pius Segmüller über die Klinge. Der ehemalige Kommandant der Schweizer Garde im Vatikan unterlag seinem Parteikollegen Leo Müller. Sein Schicksal teilen die SVP-Nationalräte Christian Miesch (BL) und Marcel Scherrer (ZG), ein Bauernvertreter.

Viele bekannte Köpfe nicht mehr im Nationalrat (TagesschauNacht, 23.10.2011)

In der Zürcher SVP-Deputation büsst Ulrich Schlüer seinen Sitz ein. Der Chefredaktor der «Schweizerzeit» und Kämpfer gegen die  Schulharmonisierung war bereits 2007 abgewählt worden, rutschte dann aber dank der Wahl Ueli Maurers zum Bundesrat nach. Wenig Glück brachte SVP-Wahlmaskottchen «Zottel» zudem seinem Halter, Ernst Schibli. Auch er wurde abgewählt.

Die beiden werden durch alt Bundesrat und Parteistratege Christoph Blocher sowie den Zürcher Hauseigentümer-Präsidenten Hans Egloff ersetzt.
 
Patientenschützerin statt Bauernvertreter

Mit Elmar Bigger kann ein weiterer SVP-Bauernvertreter im Kanton St. Gallen nicht mehr nach Bern zurück. Er verlor seinen Sitz an die Grünliberalen. Die Pleite einer von ihm präsidierten Milchorganisation wurde im zum Verhängnis. Statt seiner nimmt die Patientenschützerin Margrith Kessler im Rat Einsitz.

Im Jura muss SVP-Mann Dominique Baettig seinen Sitz zugunsten eines CVP-Mitglieds räumen. Der Psychiater war in seinen vier Jahren durch Vorstösse aufgefallen wie etwa die Einführung eines Brutto-Glücksindexes, die Förderung der Trüffelzucht oder den Beitritt grenznaher Gebiete zur Schweiz.

In Graubünden muss der FDP-Mann Tarzisius Caviezel nach vier Jahren wieder abtreten. Nach der Abwahl des Präsidenten des Eishockeyclubs Davos ist die FDP des Bergkantons erstmals seit 1919 nicht mehr in der Grossen Kammer vertreten. Sein Sitz fällt ebenfalls an die Grünliberalen.

In Neuenburg beendete die Nicht-Wiederwahl Sylvie Perrinjaquets politische Karriere. Sie war auch Regierungsrätin.

(sda/widb)